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Musik: Förderverein creativer Künstler organisiert sein erstes Konzert - Dirty Diary und Utopia Bay im Colos-Saal

Aschaffenburg Bislang hat sich der Förderverein unabhängiger creativer Künstler (F.u.c.K.) mit elektronischen Klängen und wilden Partys in der Unsagbar einen Namen gemacht. Am Freitag zeigte die Organisation mit einem Doppelkonzert von Dirty Diary und Utopia Bay im Colos-Saal, dass sie nicht nur raven, sondern auch rocken kann.

Kreatives Potenzial

"Bei mittlerweile 1600 Mitgliedern muss man eben stilistische Vielfalt wahren", erklärt Josef Mengeler vom Förderverein die Idee hinter dem Konzert. So sehr man sich auch der Technoszene in Aschaffenburg verbunden fühle, der Verein sei offen für jede Art von Musik, ergänzt Thomas Quien vom Vereinsvorstand. "In Aschaffenburg gibt es so viel kreatives Potenzial, das nur darauf wartet ausgeschöpft zu werden - da muss man einfach aktiv werden", sind sich beide einig. So seien alle Musiker des Konzerts auch Mitglieder im Förderverein, versicherte Mengeler.

Das Rockkonzert hätte indes durchaus mehr Besucher vertragen können. Als die Jungs von Dirty Diary loslegen, gibt´s im Colos-Saal noch einiges an freiem Platz. Viel voller wird es den ganzen Abend über auch nicht mehr. Eigentlich kein Wunder, neben dem Umstand, dass die beiden Bands noch relativ unbekannt sind, spielt mit Sicherheit eine Rolle, dass an diesem Freitag mit dem Mühlberg-Festival eine starke Konkurrenzveranstaltung läuft.

Tolle Band

An der Qualität der Bands liegt es sicher nicht. Dirty Diary spielen eine interessante Mischung aus Oldschool-Metall, Hardcore und Blues- und Southern Rock getränktem Sludge-Metal. Warme Gitarrenklänge und der melodiöse Gesang lassen kurz an Black Sabbath denken, bevor Sänger Basti derlei Assoziationen mit brutalen Hardcore-Growls einfach wegbrüllt. Tolle Band, von der man bestimmt noch hören wird.

Wiederholungen geplant

Utopia Bay klingen dagegen eine ganze Ecke ruhiger und lassen eher an moderne Progrock und Alternativebands wie Dredg denken. Musikalisch über jeden Zweifel erhaben ist es schade, dass beide Bands wohl eher vor einem Publikum aus Freunden und Bekannten spielen.

Das Rockkonzert wird keine Eintagsfliege bleiben. Der Verein hat bereits Dutzende weitere Projekte im Kopf, für die er händeringend nach geeignete Räume sucht. Auch das mittlerweile etablierte Summervibez-Festival benötigt ein neues Zuhause. Für das alte Gelände an den Obernauer Mainwiesen wurde das aus einer privaten Party entstandene Reggaefestival inzwischen einfach zu groß.

Main-Echo 05.08.2008
Timo Geißel

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